Hier soll a bissel was zu meiner Zeit als Panzerfahrer rein

 

 

Mein Name ist Jens Dunger, Uffz. der Reserve.

   

Ich diente vom Mai 85 bis Oktober 85 an der Uffz.-Schule in Delitzsch. Hier wurde ich zum Panzerfahrer auf einem T-55 ausgebildet.

Über dieses halbe Jahr gibt es nicht viel zu erzählen. Wir alle wissen was die Grundausbildung bedeutet. Sturmbahn, Schießen, Sturmbahn, Fahrausbildung und natürlich der allseits beliebte "Gewaltmarsch". Was haben mich meine Füße verflucht nach diesem Marsch. Ich hatte eine wunderschöne große Blase an der rechten Ferse. Aber, es war überstanden.

An was ich heut noch gern zurück denke war, das ich zusammen mit 5 anderen Kameraden der Panzerfahrausbildung ausgewählt wurde um an einem Leistungsvergleich der Unteroffiziersschulen teilzunehmen. Dieser Leistungsvergleich hatte zum Ziel, die beste Schule für angehende Panzerfahrer zu ermitteln. Geprüft wurde die technische und die Fahrausbildung. Beim Fahrvergleich ging es darum, mit seinem T-55 eine Hindernisstrecke zu absolvieren und das in einer bestimmten Zeit. Ehemalige "Kutscher" werden diese Hindernisstrecke als "Fahrübung 6" erkennen. Unser Vorteil damals war, das der Leistungsvergleich in Delitzsch durchgeführt wurde. Das gab uns natürlich einen riesigen Heimvorteil, da wir die Strecke genau kannten.

Die Uff.-Schule "Kurt Bennewitz" in Delitzsch holte sich den Titel natürlich nach Hause. Ich muss zugeben das ich damals, wie auch heute noch ziemlich stolz darauf bin.

Ich bin ganz rechts im Bild

Die Ausbildung ging dem Ende entgegen. Und damit auch unser Dasein als Unteroffiziersschüler. Es stand die Ernennung zum Uffz bevor. Auch diese Ernennung hatte etwas kribbeliges an sich. Ich war zu der Zeit schon etwas stolz auf mich. Hatte ich doch in diesem halben Jahr einiges gelernt und erreicht.     

                                                

Wir waren jetzt also Uffz. Nun gut, aber wo dienen wir die nächsten 2 1/2 Jahre? Eine Frage die sich damals wohl jeder stellte. 

                                                     

Irgendwann war es dann soweit. "Kompanie antreten". Uns wurde verlesen wer wohin kommt.
"Unteroffizier Dunger"?, "Hier", "Panzerregiment 11, Otto Buchwitz, Sondershausen".
Wo bitte ist Sondershausen? Keine Ahnung. Ich sollte es aber bald erfahren und dort meine restliche Dienstzeit verbringen. Mit Höhen und Tiefen.
Also hieß es Seesack packen, verabschieden von den "alten" Kameraden und ab ging´s nach Sondershausen.

Sondershausen?   Hier geht's weiter.